Sonntag, 24. Mai 2026
Ach ehrlich jetzt? Ist das schon wieder drei Jahre her?
Man glaubt es kaum. Das letzte (und damals erste) Mal waren wir 2023 in Kroatien. Und auch in diesem Jahr ist der Urlaub mit persönlichem „Reiseführer“ geplant. Genau gesagt mit meinem besten Freund Torsten. Allerdings werden wir Torsten erst am Ziel in Vabriga treffen. Und dieses Mal fahren wir mit dem PKW mit einer Zwischenübernachtung in den Süden.
Also packen wir am Morgen den Wagen mit unseren nötigsten Habseligkeiten ein (wollen wir für 3 Monate verreisen?) und los geht die Fahrt. Wir haben bewusst den Pfingstsonntag gewählt, um den verkehrsreichsten Tagen am Pfingstwochenende zu entgehen. Der Plan geht auf und wir erreichen nach wenigen Unterbrechungen (zum Tanken und so), unser Zwischenziel Rosenheim. Trotz der entspannten Verkehrslage war der Weg durch das warme Wetter durchaus anstrengend. So freuen wir uns auf ein leckeres Abendessen in der alten Gießerei gleich neben unserem Hotel. Die Bedienung ist freundlich, das Bier zischt und das Essen ist lecker.
Montag, 25. Mai 2026
Der Mensch an sich ist gut, aber die Leute…
Nach einer unruhigen Nacht – wir sind Innenstadtlärm in der Nacht nicht mehr gewohnt – packen wir unser Zwischenübernachtungsgepäck zusammen und gehen dann erstmal zum Frühstück. Dort muss man gute Nerven haben. Anscheinend hat hier keiner der Hotelgäste so richtig gut geschlafen. Zumindest träumen alle bei der Schlacht am Büffet vor sich hin. Menschen bleiben mitten im Gehen stehen, versperren träumerisch dreinschauend den Zugang zum Rührei und latschen wild durcheinander. Offensichtlich sind wir noch nicht in Urlaubsstimmung. Daher triggert uns dieses Verhalten extrem. Benehmen die sich im Straßenverkehr genauso? Das Frühstück selbst ist lecker und solide.
Wir machen uns auf den Weg. Der zweite Teil der Anreise geht nicht komplett über die Autobahn. Torsten wird seiner Rolle als Reiseleiter auch schon aus der Ferne gerecht. Er hat uns auf Anfrage folgende Streckenführung empfohlen: Kufstein – St. Johann i Tirol – Mittersill – Lienz – Kötschach-Mauthen – Tolmezzo – Udine – Triest – Koper – Vabriga. Mit diesen Zwischenzielen haben wir das Navi gefüttert und lassen uns durch die Berge leiten.
Am späten Nachmittag erreichen wir unser Domizil. Torsten ist auch gerade eingetroffen. Nun alles ausladen und unsere Zimmer mit Beschlag belegen. Bei mehr als 30° haben wir uns die nachfolgende Erfrischung im Hauspool ehrlich verdient.
Nach der Abkühlung machen wir uns an die Abendplanung: Zunächst geht es zum örtlichen Supermarkt, um den traurigen Anblick des Kühlschrankinneren aufzuhübschen. Danach fahren wir nach Novigrad. Dort werden unsere Mageninhalte bei traumhafter Sun-Downer-Kulisse befüllt. Angeregte Gespräche bis in den Abend.
Vor dem Zubettgehen schmeißt Conny noch einen Brötchenteig zusammen. So ist das Frühstück gesichert.
Dienstag, 26. Mai 2026
Torsten hat heute Vormittag noch einen Termin. Daher frühstücken wir mit selbstgebackenen Brötchen aber ohne ihn. Heute machen wir erstmal in Beschaulich. Blog schreiben, lesen, im Pool schwimmen, die Sonne genießen. Also unspektakulär, aber schön.
Erst am späten Nachmittag, als die Sonne so langsam etwas weniger brennt, fahren wir wieder nach Novigrad. Dort wollen wir mal nach Catherine, dem Boot schauen, mit dem wir vermutlich am Donnerstag in See stechen wollen. Nach einer ersten Besichtigung führt Torsten uns Landratten in die ersten Verhaltensweisen ein und wir bekommen eine Sicherheitsunterweisung. Gut, das mit Backbord und Steuerbord bekommen wir noch hin und auch Bug und Heck können wir unterscheiden. Was jedoch beim Festmachen im Hafen zu beachten ist, fällt für uns nicht unter das Allgemeinwissen. Und gerade beim Anlegen wird dann unsere Hilfe benötigt. Also aufpassen hier!
Nach dieser „Informationsflut“ haben wir uns unser Abendessen im „Admiral Max“ verdient. Ein leckeres Tuna-Steak für Torsten und mich. Conny genießt ein Wolfsbarschfilet. Und alles mit Blick auf die untergehende Sonne und immer noch sehr warmen Außentemperaturen.
So findet der Tag seinen Abschluss mit einer letzten Runde im Pool unter Sternenhimmel.
Mittwoch, 27. Mai 2026
Auch heute lassen wir es ruhig angehen. Gemütliches Frühstück auf der Terrasse, ein wenig am Computer klimpern, lesen, schwimmen. So wursteln wir uns durch den Tag bei über 30° und Sonnenschein.
Erst am Nachmittag wird es etwas geschäftiger. Torsten hat für sein Schiff noch ein Beiboot. Dieses liegt luftlos im Haus, weil es repariert werden sollte. Nun soll es zurück an Bord. Also verladen wir das Schlauchboot ins Auto und verfrachten es zum Liegeplatz des „Mutterschiffes“. Aber dies ist nicht der alleinige Grund, warum wir noch einmal zum Schiff fahren. Denn vor dem Vergnügen rauszufahren kommt die Arbeit, das Schiff vom Staub der letzten Wochen und Monate zu befreien. Also hantieren wir mit Schrubber, Wasserschlauch und Lappen, um die Catherine im neuen Glanz erstrahlen zu lassen. So haben wir heute doch noch was geschafft.
Nachdem das gelungen ist, schaue ich mir Torsten an und frage mich, ob der Schwerpunkt des Wassereinsatzes wirklich auf dem Boot lag.
Egal, wir fahren auf dem Rückweg noch zum Einkauf. Danach geht es zurück zum Haus und dort zur Abkühlung in den Pool. Conny wartet schon mit „durchhängendem Magen“ auf uns. Diesem Zustand tragen wir Rechnung, indem wir in der Marina von Vabriga unser Abendmahl zu uns nehmen. Auch wieder lecker. Noch ein kurzer Blick in der Marina über’s Wasser und zurück zum Haus.
Der Abend klingt im Pool aus und wir nutzen mal den Wirlpool.
Donnerstag, 28. Mai 2026
Natürlich starten wir den Tag mit einem gemütlichen Frühstück. Danach bereiten wir uns auf unseren ersten Seetag vor. Das Wetter zeigt sich von seiner besten Seite. So sind die mitzunehmenden Utensilien schnell zusammengesammelt. Ab nach Novigrad.
Hatte ich schon gesagt, dass vor dem Vergnügen die Arbeit kommt? Da war ja noch das luftlose Beiboot, was gestern zum Schiff gebracht wurde. Dieses muss nun entfaltet und aufgepumpt werden. Also wird die Landstromversorgung für Catherine hergestellt und eine Luftpumpe füllt die Schläuche des Bootes. Prall gefüllt wird das Beiboot zu Wasser gelassen. Nun kann Torsten an den Bug seines Schiffes paddeln, um dort von außen etwas im Ankerbereich auszumessen und ein paar Befestigungen nachzuziehen. Danach wird das Schlauchboot an Bord gehievt und an Deck vertäut.
Geht’s jetzt los? Noch nicht!. Schließlich müssen die Landeier Conny und Peter noch in viele Dinge zur Schiffsbedienung eingewiesen werden. Wie legt man ab? Welche Leinen gehören wo hin? Wie geht der Motor an? Wie ist die Stromversorgung an Bord geregelt?
Es muss der Segelschutz vom Mast abgenommen werden. Das Großsegel muss aus der Verpackung befreit werden. Und und und..
Torsten erklärt uns alles ausführlich und sehr geduldig.
Und dann wird es Ernst. Die Leinen werden eingeholt und wie gezeigt ordentlich aufgeschossen. Das Boot bewegt sich langsam aus dem Hafen. Und auch jetzt ist die Lehrzeit nicht vorbei. Wir dürfen ans Steuer, um ein Gefühl für die Verzögerungen der Lenkbewegungen und Kurskorrekturen zu bekommen. Wer hat auf See eigentlich Vorfahrt? Wie verhalten wir uns bei „Mann über Bord“? Auch wenn das heute nicht zu befürchten ist, gibt es dazu klare Anweisungen und Aufgabenzuteilungen.
In tieferem Wasser ist es dann Zeit, den Wind für uns arbeiten zu lassen. Auch hier lernen wir viele neue Handgriffe und das Hauptsegel zu setzen – nachdem wir das Schiff in den Wind gedreht haben! Und das Vorsegel zu entrollen, um den geringen Wind von unter 2 Knoten bestmöglich auszunutzen.
Das Wetter meint es zwar gut mit uns und durch den geringen Wind können wir viele Dinge in Ruhe ausprobieren und mögliche Fehler verzeihen diese Rahmenbedingungen auch. Aber mit dem Vortrieb ist es bei diesem lauen Lüftchen nicht weit her. Irgendwann ist der Wind soweit eingeschlafen, dass wir nur noch vor uns hin dümpeln.
Daher rüsten wir uns wieder zur Motorfahrt. Also „Rückbau“ in umgekehrter Reihenfolge: Schiff in den Wind, Vorsegel einrollen, Großsegel einholen und mit Motorkraft zurück in den Hafen. Beim Anlegemanöver können wir die neu gewonnenen Erkenntnisse gleich anwenden.
Wie gesagt, bei so ruhigem Wetter kein Kunststück, trotzdem war Torsten mit seiner Mannschaft zufrieden.
Nach diesem lehrreichen Tag, haben wir uns ein ordentliches Abendessen verdient. „Admiral Max“, wo wir Dienstag bereits waren, hat uns gut gefallen. Dieses Mal liegt der Wolfsbarsch bei Torsten und mir auf dem Teller. Conny bekommt Cevapcici.
Der Tagesabschluss erfolgt wieder im Pool. Die Abkühlung haben wir uns wirklich verdient.
Freitag, 29. Mai 2026
Überraschenderweise starten wir auch heute mit einem gemütlichen Frühstück. Und der Rest des Tages soll dem nicht nachstehen. Nur einen Tagesordnungspunkt haben wir. Der Hausherr muss ein paar Dinge für das Haus einkaufen. So fahren wir nach Poreč, um so profane Dinge wie einen Wäscheständer oder Fußmatten zu kaufen. Auch ein paar Lebensmittel landen im Einkaufskorb.
Doch dann geht es wieder zurück zum Haus und auf die Terrasse. Erdbeersaftschorle, klein gewürfelte Wassermelone. Es kann einem schlechter gehen!
Doch Torsten hat noch weitere Dinge auf dem Zettel und zieht sich zur „Büro-Arbeit“ in seinen Schlafbereich zurück. Conny ist auch noch etwas fleißig, da sie sich um den Teig für das morgige Brot kümmert. Nur ich beschäftige mich mit Nichtstun und Lesen. Auch als Torsten anfängt, den Terrassentisch mit Ölpolitur zu bearbeiten, halte ich mich im Hintergrund.
Gegen 18:oo Uhr starten wir ins Abendprogramm. Dazu fahren wir wieder nach Poreč und speisen sehr lecker im Sv. Nikola. Danach noch eine Runde am Wasser entlang zurück zum Auto.
Conny setzt diesmal bei der abendlichen Schwimmrunde aus und bringt statt dessen den Brotteig unter Spannung.
Samstag, 30. Mai 2026
Was für ein wunderschöner Tag für ein gemütliches Frühstück! Heute habe ich mich tatsächlich mal wieder vom Wecker aus dem Schlaf bringen lassen. Denn wir haben uns einen Seetag verordnet. Außerdem muss der Ofen vorgeheizt werden, da Conny gestern einen Brotteig vorbereitet hat. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Zum Verzehr aber noch zu warm. Morgen gibt es ja auch Frühstück 😉
So starten wir dann gut gerüstet gegen 11:00 Uhr Richtung Novigrad. Mit Erstaunen haben wir festgestellt, dass heute in Kroatien ein Feiertag ist. Daher ist auf den Straßen Novigrads sehr viel los. Und die Einfahrt in die Marina gestaltet sich auch etwas widerspenstig. Der elektronische Schrankenwärter spuckt kein Ticket aus und auch über die Hilfetaste gibt es außer einen fiesen Tuten keine Rückmeldung. Daher bleiben wir vor der Schranke stehen und hoffen, dass Torsten etwas im Marina-Büro ausrichten kann. Noch bevor Torsten zurückkommt, gesellt sich ein italienischer PKW zu uns. Connies Hinweis, das wir auf Hilfe warten, weil der Automat nicht reagiert, wird nach unserer Interpretation so quittiert, dass wir wohl zu blöd sind, das Ding zu bedienen. Also hantiert Frau Italienerin am Automat und drück alle Knöpfe mit gleichem Erfolg wie wir. Wir dürfen erstmal wieder eine Minute das unangenehme Tuten ertragen. Als Torsten zurückkommt, hebt sich wie von Zauberhand die Schranke. Und ein Ausfahrticket hat er auch organisiert.
Nun geht es zum Boot. Die Vorbereitungen für das Ablegen sind wesentlich kürzer, weil Torsten nicht bei „Adam und Eva“ anfangen muss. Wir bekommen die Reihenfolge der Handgriffe fast fehlerfrei hin. So tuckern wir gegen 11:30 Uhr aus dem Hafen und haben bald die Segel gesetzt.
Auch wenn heute die Windstärke nicht viel mehr als zwei bis drei Knoten beträgt, lassen wir uns heute von geringer Geschwindigkeit nicht entmutigen. Wir haben ja Zeit. Daher schippern wir lautlos bis auf leichte Wind-, Wasser- und Wellengeräusche entlang der Küste nach Süden. Nur einige vorbeifahrende Motorboote mischen „unnatürliche“ Geräusche bei. Einfach herrlich.
Irgendwann in Höhe Poreč fahren wir dann eine Wende (in den Wind), um so langsam den Rückweg (Richtung Norden) anzutreten. Ich darf das Boot sogar in den Hafen steuern, bis Torsten kurz vor der Einfahrt zum Liegeplatz übernimmt. Seine Kontaktaufnahme mit dem Marinero, der im Regelfall beim Anlegen hilft, bleibt erfolglos. So beschließt Torsten kurzerhand, ohne Hilfe von außen „einzuparken“. Das Wetter ist so ruhig, dass uns dies ohne Probleme gelingt. So wird das Boot am Anleger festgemacht und nachdem wir klar Schiff gemacht haben, sorgen wir uns wieder ums leibliche Wohl. Im Restaurant „Amfora & Bonazza“ gibt es Medalions vom Schwein an Pasta mit Trüffeln für Conny und mit Pilzen für mich. Torsten kämpft sich durch eine leckere Fischplatte.
Es wird nicht überraschen, dass der Abend mit eine Erfrischung im Pool ausklingt.
Sonntag, 31. Mai 2026
Heute mal auf Schusters Rappen durch Pula:
Natürlich beginnt alles wieder mit einem schönen Frühstück. Danach rüsten wir uns für eine Autofahrt in den Süden. Wir wollen nach Pula, einer Küstenstadt an der Spitze der kroatischen Halbinsel Istrien. Wenn ich Google Maps zitieren darf: Pula ist für ihren geschützten Hafen, zahlreiche Strände und Ruinen aus der Römerzeit bekannt. Das Stadtgebiet wurde bereits in prähistorischer Zeit besiedelt. Im Laufe der Geschichte wurde Pula wegen seiner strategischen Lage mehrfach besetzt, zerstört und wiederaufgebaut. Sowohl die Römer als auch die Ostgoten, die Venezianer und die Alliierten im 2. Weltkrieg regierten einst in der Stadt. Schöner hätte ich es nicht formulieren können.
Gegen Mittag kommen wir an und bekommen einen schönen, schattigen Parkplatz in der Nähe des Amphitheaters von Pula. Ein imposanter , riesiger Bau aus der Römerzeit mit unterirdischer Ausstellung über die antike Produktion von Olivenöl und Wein.
Nach der Arena kühlen wir uns ab, indem wir einen Tunnel unterhalb des Kastell von Pula, die Zerostrasse besichtigen. Die Zerostrasse ist im frühen 20. Jahrhundert als Luftschutzkeller mit weitläufigem System unterirdischer Tunnel und Stollen erbaut worden. Dort erfährt man z. B. in einer Ausstellung über die beiden Straßenbahnlinien von Pula, die Anfang der 1900er Jahr gebaut wurden. Über einen Fahrstuhl gelangt man dann zum Kastell mit einem wunderbaren Blick auf den Hafen und das Amphitheater. Das Kastell wurde im frühen 17. Jh. von den Venezianern im französischen Stil als Festungsanlage erbaut. Mit dem Fahrstuhl wieder zurück auf Straßenniveau gelangen und über einen anderen Tunnel in einen Bereich mit Geschäften. Am Forum-Platz vor dem Rathaus suchen wir uns eine Bar, um eine Erfrischung zu uns zu nehmen.
Gegen 17:00 Uhr geht es dann wieder mit dem Auto zurück. Wir kaufen noch beim Supermarkt unseres Vertrauens in Vabriga ein.
Die Abendverpflegung erfolgt in Novigrad im „Admiral Max“.
Montag, 01. Juni 2026
Hatte ich schon gesagt, dass wir unseren Tag gerne mit einem gemütlichen Frühstück anfangen? Das ist uns auch heute geglückt. In der Nacht hatten wir Gewitter und es ist abgekühlt. Zunächst haben wir eine Wolkendecke, die sich aber im Laufe des Tages auflöst. Trotzdem ist es nicht mehr ganz so warm wie in der ersten Woche.
Nach dem gestrigen „Wandertag“ haben wir heute den „wir wurschteln mal ein wenig und lassen es ruhig angehen“ Tag.
Torsten will am Vormittag noch am Boot weiter aufräumen und dies in Ruhe (ohne uns ;-). Dafür nutzen wir die hiesige Waschmaschine, um ein paar Klamotten durchzuwaschen und an der Luft trocknen zu lassen. Außerdem chillen und lesen wir. Das ein oder andere wird am Handy gedaddelt.
Am Nachmittag kommt Torsten zurück. In den letzten Tagen hatte er mir von seiner Drohne berichtet, die ich gerne mal anschaue. So ein Ding begeistert mich und es entstehen ein paar Bilder von oben.
Gegen Abend wirft Conny die Focaccia an. Heute bleiben wir zum Abendbrot mal zuhause. Es gibt Oliven, Paprika, getrocknete/eingelegte Tomaten, Schinke, Kulen (eine Art Salami mit Paprika) und Käse. Und dazu eben die frischgebackene Focaccia. Ein leckerer Rotwein rundet die Sache ab.
Auch wenn es heute Abend nicht so warm ist, muss der Poolgang zum Abschluss sein.
Dienstag, 02. Juni 2026
Heute haben wir den Tag…. nein nicht mit einen gemütlichen Frühstück angefangen, sondern damit uns von Torsten zu verabschieden. Dieser hat sich schon von so vielen Terminen losgeeist, um mit uns ein paar Tage hier zu sein. Doch nun ist es notwendig, dass er mal wieder andere Verpflichtungen wahrnimmt.
Also bleiben wir für den Rest des Urlaubs allein zurück.
Lieber Torsten!
Vielen Dank für die Zeit und die vielen neuen Erfahrungen, die wir mit Dir erleben durften!
Trotzdem starten wir danach mit einem gemütlichen Frühstück. So viel Zeit muss sein.
Torsten gab uns noch einen Tipp: Im Mündungsgebiet der Mirna (längster Fluss Istriens) sollten wir uns doch einmal umschauen. Dort soll eine interessante Vogelwelt anzutreffen sein. Da heute noch gutes Wetter angesagt ist, gehen wir das Vorhaben gleich an. Wie gut, dass Conny darauf bestanden hat, das Spektiv mit in den Urlaub zu nehmen. Es dauert nicht lange und wir werden von der Grauammer mit Gesang in Empfang genommen. Ein Stück weiter entdecken wir eine vermutlich riesige Brutkolonie von Bienenfressern. Also visieren wir die Vögel durch das Spektiv an und es gelingen Conny einige schöne Aufnahmen. Die wahre Schönheit kann man nur erahnen. Es sind wunderschöne und eindrucksvolle Tiere.
Schon auf dem Rückweg, stellen wir fest, dass die gurrenden Geräusche doch keine Frösche waren. An zwei Stellen entdecken wir eine Turteltaube. Leider bekommen wir diese aber nicht im Bild festgehalten.
Aus der Natur zurück, geht es erst einmal in den Pool. Die Abkühlung tut gut.
Zumal wir am Nachmittag noch eine Verabredung zu einen Olivenöl-Tasting haben. In einer wunderschönen Probierstube werden uns drei Sorten Olivenöl präsentiert. Alle mit Gold prämiert. Zunächst bekommen wir die Öle pur und müssen sie im Glas auf Handtemperatur erwärmen. Jede Sorte wird dann erstmal über den Geruch analysiert. Und dann „Sie müssen ihn unter die Zunge kriegen!“ – Nein, Scherz! Aber wir sollen das Öl im Mund verteilen und etwas Luft ansaugen, um das Aroma bestmöglich im Mund zu verteilen.
Im zweiten Schritt bekommen wir einen jeweils für eines der Öle passenden „Snack“. Käse für das leichte, „frühlingshafte“ Öl, konfierte Tomaten auf Frischkäse für den „Frühsommer“ und eine Salami, die zu dem kräftigen dritten Öl passt.
Habt ihr schon einmal Schokoladeneis mit kräftigem Olivenöl verfeinert? Doch, das passt! Zum Schluss noch ein Selfie mit der lieben Rita, die uns in die Geheimnisse ihrer Produkte eingeführt hat. Vielen Dank!
Auf dem Heimweg kaufen wir noch etwas Kühlschrank-Inhalt, der zum Teil das Abendessen nicht überlebt.
Da es heute Abend blitzt und donnert, fällt das Bad im Pool leider aus.
Mittwoch, 03. Juni 2026
Heute ist ein Regentag. Um so wichtiger ist ein gemütliches Frühstück. Und was machen wir heute? Wir fahren mal auf die „andere Seite“, also die Ostküste Istriens. Dort führt eine Straße schön an der Küste lang. Vielleicht haben wir ja dort etwas besseres Wetter?
So setzen wir uns ins Auto und fahren von Vabriga aus Richtung Osten. Dabei vermeiden wir die Autobahnen und schlängeln uns über kleine Straßen durch die Berge. Genau der richtige Fahrspass. Nur Conny wird etwas nervös, da die Straßen immer nasser werden. So läuft viel Wasser das Gefälle herunter und ich fahre mit so mancher Bugwelle durch die Berge. In Opatija beginnt dann der Teil der Rundfahrt mit Meerblick. Der Ausblick wäre traumhaft… wenn man etwas durch den Regen sehen könnte. Immer dann, wenn wir einen Platz zum Aussteigen geeignet fanden, schüttete es sehr. Somit haben wir heute keine Bilder vom Tag. So biegen wir dann wieder Richtung Westen ab, um zu unserem Ausgangspunkt zurückzufahren.
Zuhause gibt es dann Tagliatelle mit Ragout aus frischen Tomaten.
Wir hatten genug Wasser vom Himmel, daher bleibt der Pool heute unberührt.
Donnerstag, 04. Juni 2026
Wer konnte ahnen, dass wir unseren Tag auch heute origineller Weise mit einem gemütlichen Frühstück beginnen?
Das Wetter meint es heute wieder gut mit uns. So treibt es uns heute nach Motovun, einer kleinen Stadt in der Region Istrien. Sie liegt (lt. Wikipedia) 277 m über dem Meer auf einem steilen, isolierten Hügel über dem Tal der Mirna. Entlang der Mirna verläuft eine Schotterstraße, die wir bereits am Dienstag genutzt haben, um ornithologische Entdeckungen zu machen. Das hat uns gut gefallen, daher nutzen wir diesen Weg und vergewissern uns, dass unsere Beobachtungen wiederholbar sind.
Vor drei Jahren waren wir schon einmal in Motovun. Damals konnten wir etwas die Straße zum Stadtkern hinauffahren. Dieser Luxus bleibt uns dieses Mal verwehrt. Daher parken wir am Fuße des Hügels und erklimmen zu Fuß die Höhen bis zum Kern Motovuns. Wir werden mit einem wunderschönen Ausblick bei bestem Wetter belohnt. Außerdem müssen wir die verbrauchten Kalorien ersetzen. So bekommt Conny eine Selleriecremesuppe mit Trüffel, danach einen Salat und ich Ravioli mit Käsesoße. Sehr lecker. Einige Ausblicke und Schnappschüsse später kämpfen wir uns so langsam wieder zurück ins Tal.
Auch der Rückweg führt uns über die Ornithologen-Sonderstrecke. Und dann freut sich Conny wie Bolle, als sie eine Eule sieht. Das hatte sie sich schon lange gewünscht. (Happy Wife, happy Life!)
Ein Bad im Pool und ein leckeres Abendessen runden den Tag ab.
Freitag, 05. Juni 2026
Wie es kaum erwartet werden konnte, starten wir auch heute mit einem gemütlichen Frühstück.
Heute fahren wir nach Umag,
Lt. Google Maps haben wir allen Grund dazu: Umag ist eine kroatische Stadt auf der Halbinsel Istrien. Überreste der Stadtmauer aus dem 10. Jahrhundert umfassen ein Stadttor und eine Zugbrücke. Im Stadtmuseum von Umag, das in einem ehemaligen Wehrturm untergebracht ist, sind Gegenstände aus der Römerzeit wie Amphoren und Lampen sowie Werke zeitgenössischer lokaler Künstler zu sehen. Die Mariä-Himmelfahrt-Kirche zeichnet sich durch eine unvollendete Barockfassade und den Glockenturm aus dem 17. Jahrhundert aus. Eine lange Ufermauer aus dem 19. Jahrhundert umgibt den Hafen.
Bei der Ankunft verwirrt uns zunächst, dass der Parkplatz offensichtlich kostenlos nutzbar ist! Das ist auch hier nicht normal, aber die Schranken und Parkautomaten scheinen nicht in Betrieb zu sein.
So schlendern wir am Hafen und entlang der Stadtmauer. Im Gegensatz zu Novigrad und Poreč empfinden wir hier die Dichte der Souvenier-Shops mit Touri-Nepp allerdings als besonders hoch. Auch die Gastronomie erinnert uns in Teilen an die „Operettenkellner“, die wir in Lissabon gemieden haben. Trotzdem beschließen wir etwas zu essen und finden ein Restaurant mit Tisch am Wasser.
Der Wind und die See sind heute sehr unruhig. Daher sind die Tische direkt am Wasser nicht eingedeckt. Zu Recht: bei jeder größeren Welle würde die Suppe verdünnt und aus dem Bier zum Alsterwasser (Radler). Außerdem hätte man sich die Morgendusche sparen können. Während wir auf unser Essen warten, schauen wir den Wasserspielen von unserem Platz in sicherer Entfernung zu.
Auf dem Rückweg behelligen wir noch einmal den Supermarkt unseres Vertrauens. Dabei lernen wir, dass die Rückgabe von Leergut nicht ganz einfach ist.
Eine Abkühlung im Hauspool rundet den Tag ab.
Samstag, 06. Juni 2026
Frühstück! …gibt es heute etwas später. Das Wetter ist am Vormittag unbeständig.
Da wir uns so langsam auf die morgige Abreise vorbereiten wollen, machen wir heute zunächst mal einen Haustag. Erst am späteren Nachmittag machen wir uns auf nach Novigrad, denn heute bleibt die Küche kalt. So kehren wir mal wieder bei Admiral Max ein und genießen das Glitzerwasser vor dem Sonnenuntergang.
Der heutige Abend endet… im Wirlpool!
Sonntag, 07. Juni 2026
Heute KEIN Frühstück!
Wir haben heute noch eine längere Fahrt vor uns. Von Vabriga geht es nach Novigrad. Dann weiter nach Portorož und Ljubljana. Den Karawankentunnel nehmen wir nicht. Stattdessen empfiehlt unser Navi es über den Loiblpass nach Villach zu versuchen. Über Salzburg erreichen wir Deutschland Kreis Trauenstein. Richtung Altötting und dann Landshut werden wir auch hier viel über Bundes- und Landstraßen geführt. Vorbei an Regensburg, Nürnberg nach Bamberg.
Übernachten wollen wir in dem Hotel & Brauereigasthof Drei Kronen in Memmelsdorf, Nähe Bamberg. Leider erlaubt es die Verkehrslage nicht, zur geplanten Zeit nach ca. 8,5 Stunden anzukommen. Wir treffen erst nach 11 Stunden ein. Da ist die Küche schon zu. Für Notfälle hat der Gasthof für seine Gäste einen Getränke- und Snackautomat aufgestellt. Dort erwerben wir erfrischendes Bier. Außerdem wir haben noch Verpflegung von der Fahrt. So ist die Verpflegung für den Abend gesichert, bevor wir erschöpft ins Bett sinken.
Schade, kein Pool zur Erfrischung am Ende des Tages 😉
Montag, 08. Juni 2026
Heute gab es wieder ein gemütliches Frühstück. Highlight: Miniweißwurst mit süßem Senf. Es war ja vor 12:00 Uhr!
Danach geht es nach Bamberg. Vor 30 Jahren Station unserer Hochzeitsreise. Da kommen einige Erinnerungen zurück.
Nachdem wir uns in einen Parkplatz eines Bamberger Parkhauses gequetscht haben, schlendern wir zunächst Richtung Rathaus. Da machen wir die originellen Fotos, die sicherlich vor uns noch niemand gemacht hat. Erstaunlicherweise haben wir schon wieder Appetit. So wenden wir uns mal in die Richtung vom Alt Ringlein schräg gegenüber vom Schlenkala (wo es Rauchbier gibt, dass wie ein Schinkenbrot schmeckt).
Es gibt Wurstsalat, Kartoffelsalat und Gerupfter (eine Käsezubereitung der fränkische Küche, erinnert an Obatzter). Danach geht der Rundgang weiter. Auch ein Eis muss noch drin sein. Also bekommen wir das auch noch hin (Spagettieis und Milchshake).
Am späteren Nachmittag geht es dann noch auf den Michelsberg mit einem super Ausblick auf Bamberg. Auch da gibt es noch eine Erfrischung, bevor es dann wieder zurück zum Hotel geht.
Das Abendessen gibt es im Gasthof nebenan. Lecker.
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